• LOGIN
  • Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

Die ABC-Taxonomie der Adhärenz

Wenn Sie darüber nachdenken, wieviele Ihrer Patienten ihre verordnete Arzneimitteltherapie erst gar nicht beginnt, was glauben Sie, wieviele es sind? 10%? 20 oder 30%? Und wieviele halten die Therapie länger als ein Jahr durch? In Ihrem Vortrag anläßlich des BMC-Kongresses am 22. und 23. Januar in Berlin stellte Dr. Anna Laven die ABC-Taxonomie vor, die Adhärenz in drei klar messbare Phasen und entsprechend vorteilhafte Interventionen unterteilt.

Therapiebeginn: Löst der Patient das Rezept ein, ja oder nein? Studien zufolge beginnt jeder dritte Patient seine Therapie nicht. Die Konsequenz ist klar – Krankheitsprogression, Therapieeskalation und in der Folge vermutlich noch schlechtere Therapietreue. Wenn Sie als Arzt arbeiten, fragen Sie doch einfach Ihre Patienten, ob sie die Therapie überhaupt angefangen haben. Wenn Sie Apotheker sind, dann fragen Sie, ob Ihre Patienten Verordnungen bekommen haben, die sie noch nicht eingelöst haben. Na ja, und wenn Sie Patient sind, so konfrontieren Sie doch bitte Ihre Ärzte und Apotheker mit der Tatsache, dass Sie Ihren Verordnungen nicht vertrauen, sollte das der Fall sein. So kommt die Gesundheit voran!

Umsetzung der Therapie: Jetzt geht es darum, die Therapie im Alltag umzusetzen – wären da nicht tausend Dinge, die sich einem in den Weg stellen. Nebenwirkungen, schlecht zu öffnende Verpackungen, die Meinung des Nachbarn, und das schlichte Vergessen. Mehr als 700 Prediktoren von schlechter Adhärenz haben Wissenschaftler gesammelt. Nur jeder Zweite schafft es, seine Therapie so durchzuführen, wie sie ursprünglich gedacht war. Das Schlimme ist: Man merkt es noch nicht mal so richtig. Daher sind gut gemeinte Fragen von Arzt und Apotheker (“Haben Sie denn auch die Arzneimittel alle genommen”) genauso wenig aussagekräftig, als wenn man beantworten sollte, was man am – zum Beispiel – 21. Februar 2017 gegessen hat. Daher ist hier elektronisches Monitoring angesagt – nur so weiß der Patient und sein Therapeut, wie es wirklich um die Therapietreue gestellt ist.

Persistenz: Jetzt geht es ums Durchhaltevermögen. Für wie lange denkt der verordnende Arzt, dass die Therapie durchgeführt werden soll? Was macht der Patient daraus? Nur 40% der Patienten halten ihre Therapie länger als 12 Monate durch, weitere 10% haben eine schlechte Adhärenz. Das ist nicht hinnehmbar.

In der Apotheke sehen wir jedes Arzneimittel, das verordnet wird. Wir wüßten auch, wann unsere Patienten hätten zurückkommen sollen, um eine weitere Verordnung einzulösen. Was machen wir, wenn sie nicht kommen? Ganz einfach: Immer häufiger installieren wir Mechanismen, um unsere Patienten bei der Durchfüfung ihrer Therapie zu unterstützen.  Wir von Pharmabrain unterstützen Sie gerne dabei, zu helfen. Erste Schritte in diese Richtung machen wir in den PharmAdhere Trainings. Diese finden im Pharmabrain Training und Research Center in Berlin-Mitte statt./al

23. Januar 2019

Wir sind Pharmabrain.

Pharmabrain GmbH - Wir trainieren Ihren Erfolg
Gesundheitskommunikation . Teamentwicklung . Projektmanagement

Verwaltung
Schumannstr. 7a
D-10117 Berlin

Research and Training Center
Schumannstr. 7b
D-10117 Berlin

E-Learning Kurse

Fortbildungs-News

Als registrierter Nutzer bei Pharmabrain können Sie an dieser Stelle unsere Fortbildungs-News abonnieren.